Verkehrsplanung
Planification des transports
Die Verkehrsplanung ist ein Teilbereich der Raumplanung und Infrastrukturentwicklung. Sie befasst sich mit der Organisation, Steuerung und langfristigen Gestaltung von Verkehrssystemen sowie mit der räumlichen Verteilung von Verkehrsströmen im Personen- und Güterverkehr.
Ziel der Verkehrsplanung ist es, die Mobilität von Bevölkerung und Wirtschaft sicherzustellen und gleichzeitig Anforderungen des Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutzes zu berücksichtigen.
Sie umfasst insbesondere:
• die Planung von Verkehrsinfrastrukturen
• die Organisation von Mobilitätsangeboten
• die Steuerung von Verkehrsflüssen
• die Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger
• die Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen
Die Verkehrsplanung betrifft unterschiedliche Verkehrsträger wie:
• Straßenverkehr
• Schienenverkehr
• öffentlichen Personennahverkehr
• Rad- und Fußverkehr
• Wasserstraßen- und Luftverkehr
In Deutschland erfolgt die Verkehrsplanung auf europäischer, Bundes-, Landes-, Regional- und kommunaler Ebene umgesetzt.
Zu den wesentlichen Instrumenten zählen unter anderem Verkehrsentwicklungspläne, Infrastrukturprogramme sowie Planfeststellungsverfahren.
Der juristische Rahmen ergibt sich insbesondere aus:
• dem Raumordnungsgesetz (ROG)
• dem Baugesetzbuch (BauGB)
• dem Bundesfernstraßengesetz (FStrG)
• dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG)
• dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG)
• dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
Die Verkehrsplanung ist dabei eng mit anderen Politik- und Planungsbereichen verknüpft, insbesondere mit der Siedlungsentwicklung, dem Umweltschutz sowie der Wirtschafts- und Regionalentwicklung.
In Frankreich entspricht die Verkehrsplanung funktional der planification des transports beziehungsweise der planification de la mobilité. Sie umfasst ebenfalls die Planung von Verkehrsinfrastrukturen, die Organisation des öffentlichen Verkehrs sowie die Entwicklung nachhaltiger Mobilitätsstrategien.
Der juristische Rahmen ergibt sich insbesondere aus:
• dem Code des transports
• dem Code de l'urbanisme
• dem Code général des collectivités territoriales
Ein zentrales Instrument ist der plan de mobilité (PDM), der insbesondere in größeren Ballungsräumen zur Koordination des öffentlichen Verkehrs und nachhaltiger Mobilitätsformen dient. Zuständig sind vor allem die autorités organisatrices de la mobilité (AOM), also die für Mobilität verantwortlichen Gebietskörperschaften oder interkommunalen Verbände.
Im Gebiet SaarMoselle besitzt die grenzüberschreitende Verkehrsplanung eine besondere Bedeutung. Die engen wirtschaftlichen und sozialen Verflechtungen zwischen dem Saarland und dem Département Moselle führen zu intensiven Pendler- und Warenströmen sowie zu einem hohen Abstimmungsbedarf im Bereich Mobilität.
Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch der Eurodistrict SaarMoselle, welcher grenzüberschreitende Projekte im Bereich Raumplanung und Mobilität koordiniert. 
Zu den zentralen Projekten gehört die Buslinie MS, die den grenzüberschreitenden öffentlichen Nahverkehr zwischen dem Saarland und dem Département Moselle stärkt und die Anbindung verschiedener Kommunen im Grenzraum verbessert.
Ein weiteres wichtiges Projekt ist Intervelo SaarMoselle. Ziel dieses Projekts ist der Ausbau grenzüberschreitender Radwegeverbindungen innerhalb des Eurodistricts. Dabei sollen sowohl die Alltagsmobilität als auch der Fahrradtourismus gefördert werden. Bestandteil des Projekts sind unter anderem der Ausbau von Radwegen, die Verbesserung der grenzüberschreitenden Verknüpfungen sowie die Entwicklung einer kohärenten Beschilderung im gesamten Grenzraum.
Darüber hinaus führte der Eurodistrict SaarMoselle eine grenzüberschreitende Mobilitätsstudie durch. Diese dient der Analyse der Verkehrsströme und Mobilitätsbedürfnisse im deutsch-französischen Grenzraum und bildet eine Grundlage für die Entwicklung gemeinsamer Mobilitätsstrategien sowie zukünftiger Infrastruktur- und Verkehrsprojekte.
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