Die 2. Phase des Projekts Common Ground SaarMoselle (2026-2027) steht für die Einführung innovativer Formen der Bürgerbeteiligung im Eurodistrict SaarMoselle, darunter ein neuer grenzüberschreitender Bürger*innenbeirat (Mai 2026 – Dezember 2027)! Dieses Konsultationsgremium soll Bürger*innen aus dem Raum SaarMoselle die Möglichkeit bieten, sich aktiv an der Erarbeitung der künftigen Territorialen Strategie 2028-2034 des Eurodistricts zu beteiligen, in der die großen Leitlinien für unsere grenzüberschreitende Region für die kommenden Jahre festgeschrieben werden.
Eine erste Experimentierphase des Projekts Common Ground SaarMoselle von 2022 bis 2025 unter der Federführung der Landeshauptstadt Saarbrücken und der Communauté d'Agglomération Forbach Porte de France wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse des ersten grenzüberschreitender Bürger*innenbeirats (2024-2025) wurden den politischen Gremien des Eurodistricts vorgelegt und aktuell befindet sich ein großer Teil der vorgebrachten Vorschläge in Umsetzung. Das Projekt Common Ground SaarMoselle wird von der Robert Bosch Stiftung finanziell unterstützt und von der Universität des Saarlandes wissenschaftlich begleitet.
Zweite Phase mit Fokus auf Klimaanpassung und Bürgerbeteiligung
In der 2. Phase des Projekts Common Ground SaarMoselle ruft der Eurodistrict die Bürger*innen auf, Vorschläge zu formulieren, die in seine künftige Territoriale Strategie (2028-2034) einfließen können. In dieser Phase sollen insbesondere zwei Themen dieser künftigen Strategie vertieft werden, die von den Mitgliedern des grenzüberschreitenden Bürger*innenbeirats der ersten Phase vorgeschlagen wurden:
1. Verstetigung der Bürger*innenbeteiligung
- Wie kann die grenzüberschreitende Bürgerbeteiligung dauerhaft in der Grenzregion SaarMoselle verankert werden?
- Welche Formate eignen sich dafür (Umfragen, digitale Tools, Botschafter*innen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, etc.)?
- Wie lassen sich diese Instrumente finanzieren, wie können sie besser sichtbar werden und wie lassen sich auch beteiligungsferne Bevölkerungsgruppen einbinden?
2. Klimaanpassung
Diskutiert werden insbesondere folgende Punkten:
- Anpassung des Gebiets an die Auswirkungen des Klimawandels
- Konkret umzusetzende Maßnahmen (Städtebau, Hochwasserschutz, Frühwarnsysteme, etc.)
Zusammensetzung und Arbeitsweise des grenzüberschreitenden Bürger*innenbeirats (2026-2027)
Der grenzüberschreitende Bürger*innenbeirat 2026-2027 ist eines der Formate der Bürgerbeteiligung, mit denen in der 2. Phase des Projekts Common Ground SaarMoselle experimentiert wird. Er soll sich aus maximal 32 Mitgliedern zusammensetzen:
- 16 Frauen und 16 Männer
- 16 Bewohner*innen aus Deutschland und 16 aus Frankreich
- 16 Mitglieder aus der ersten Phase und 16 neue Mitglieder
- Mindestens 10 Personen unter 40 Jahren
- Politische Mandatsträger*innen sowie Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung sind von einer Teilnahme ausgeschlossen, es sei denn, Letztere sind seit mindestens zwei Jahren nicht mehr im Dienst.
Die neuen Mitglieder werden
mittels eines Aufrufs zur Teilnahme ausgewählt. Sollten zu viele Bewerbungen eingehen, wird ein Losverfahren durchgeführt, um eine ausgewogene Zusammensetzung gemäß der o. g. Kriterien zu gewährleisten. Vom
4. bis 21. Mai 2026 können Sie Ihr Interesse unter folgendem Link bekunden:
Formular zur Interessenbekundung
Acht Treffen sind von Mai 2026 bis Dezember 2027 im Gebiet des Eurodistrict SaarMoselle vorgesehen.
Das Datum und der Ort des ersten Treffens werden bald auf dieser Seite bekannt gegeben.
Aufgaben und Funktionsweise des grenzüberschreitenden Bürger*innenbeirats (2026-2027)
Der Bürger*innenbeirat 2026-2027 fungiert als
Gesprächsforum zwischen den Bürger*innen:
- Jede Sitzung wird von einem paritätisch besetzten Moderationstandem (1 Frau und 1 Mann) geleitet.
- Es ist kein Quorum für die Beschlussfähigkeit vorgesehen. Dieses Gremium funktioniert auf der Grundlage der Gleichbehandlung aller Teilnehmenden, ohne Vorsitzenden.
- Das Fachteam des Eurodistricts übernimmt (direkt oder in Zusammenarbeit mit seinen Partnern) die logistische Planung, die Schulung der Moderator*innen, die Erstellung der Sitzungsprotokolle, das Projektmanagement sowie die Koordination mit der Robert Bosch Stiftung.
Die Hauptaufgaben des grenzüberschreitenden Bürger*innenbeirats 2026-2027 sind:
- Formulierung von Empfehlungen für die Territoriale Strategie 2028-2034
- Vorstellung der erarbeiteten Vorschläge bei der Versammlung des Eurodistricts (Januar 2027 und November 2027)
Die Vorschläge werden den politischen Entscheidungsträger*innen des Eurodistrict SaarMoselle übermittelt, die für die Verabschiedung der neuen Territorialen Strategie 2028-2034 zuständig sind.
Die Verstetigung des grenzüberschreitenden Bürger*innenbeirates sowie weiterer Formate der Bürgerbeteiligung wird Anfang 2028 von der Versammlung des Eurodistricts auf der Grundlage der Erfahrungen aus dem Zeitraum 2026–2027 beschlossen, einschließlich der wissenschaftlichen Evaluation des Projekts, die von der Universität des Saarlandes durchgeführt wird. Der Bürger*innenbeirat 2026–2027 wird seine Tätigkeit am 31.12.2027 einstellen.
Andere Formen der Bürgerbeteiligung
Dieser Abschnitt wird in Kürze ergänzt.
Projektlaufzeit
Januar 2026 - Dezember 2027
Projektträger : Eurodistrict SaarMoselle
Finanzierung : Robert Bosch Stiftung

Kontakt :
Eurodistrict Sarre‑Moselle
Kooperationsbüro
Talstraße 16
D‑66119 Saarbrücken
Tel. : 0049 (0)681/506‑8010
Mathis Gillard -
mathis.gillard@saarmoselle.org