Urbanisme
Städtebau
Der Städtebau bezeichnet alle Politiken, Vorschriften und Praktiken, die darauf abzielen, städtische Räume zu organisieren, zu planen und zu gestalten. Ziel ist es, Städte und Gemeinden zu strukturieren, die Bedürfnisse nach Wohnraum, Mobilität, wirtschaftlichen Aktivitäten und Grünflächen in Einklang zu bringen und dabei die Umwelt und die Lebensqualität der Bewohner zu berücksichtigen.
Der Städtebau ermöglicht:
  • die kohärente Organisation des städtischen Raums,
  • die Steuerung von Dichte, funktionaler Mischung und Bodennutzung,
  • die Planung von Infrastrukturen und öffentlichen Dienstleistungen,
  • die Integration von Fragen der nachhaltigen Entwicklung, Mobilität und Energiewende.
In Deutschland wird der Städtebau durch das Baugesetzbuch (BauGB) geregelt und über verschiedene Instrumente umgesetzt:
  • Flächennutzungspläne: großmaßstäbliche Planung der Bodennutzung auf Gemeindeebene
  • Bebauungspläne: detaillierte Vorschriften für Bauvorhaben und bauliche Entwicklungen auf einzelnen Grundstücken
  • Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen: Maßnahmen zur städtischen Entwicklung und Stadterneuerung
     
Der deutsche Städtebau kombiniert strategische Planung und lokale Regulierung und stellt sicher, dass die städtische Entwicklung, die Dichte und die Nutzung der Flächen aufeinander abgestimmt sind. Die Verantwortung für die Planung liegt stark bei den Ländern, während die Kommunen die Umsetzung vor Ort koordinieren.
Der Städtebau in Frankreich wird durch das Code de l'urbanisme geregelt und wird über mehrere Planungsinstrumente umgesetzt:
  • SRADDET: legt regionale Leitlinien für die Raumentwicklung, die städtische Verdichtung, die Infrastrukturentwicklung und die territoriale Kohärenz fest
  • Schémas de Cohérence Territoriale (SCoT): definieren die großen Planungsrichtlinien auf interkommunaler Ebene
  • Plans Locaux d'Urbanisme (PLU/PLUi): regeln die Bodennutzung und legen Bauvorschriften für jedes Grundstück fest
  • Baugenehmigungen und andere Städtebaugenehmigungen: gewährleisten die Einhaltung der Vorschriften der Planungsdokumente
Der Städtebau in Frankreich basiert auf einem Prinzip der Normenhierarchie, bei dem lokale Dokumente mit regionalen und interkommunalen Plänen, wie dem SRADDET oder den SCoT, kompatibel sein müssen.
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