Gesundheit
Unterzeichnung des MOSAR-Zusatzprotokolls zur grenzüberschreitenden Schlaganfallversorgung
Nach mehreren Jahren Verhandlungen wurde nun ein weiterer Meilenstein der grenzüberschreitenden Gesundheitskooperation zwischen Moselle-Est und dem Saarland erreicht: Ein viertes MOSAR-Zusatzprotokoll ermöglicht die grenzüberschreitende Versorgung von Schlaganfallpatienten. Neben den Zusatzvereinbarungen für Kardiologie, Neurochirurgie und Nuklearmedizin ist dies das vierte Vertragswerk unter der seit 2019 bestehenden MOSAR-Vereinbarung, in der sich die Gesundheitsakteure aus dem Saarland und aus Moselle-Est zu einer Verbesserung der wohnortnahen grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung für die Bewohner unseres Verflechtungsraums verabreden.
Fortan können Patienten, die in den Krankenhäusern in Forbach, Sarreguemines oder St. Avold mit einem Schlaganfall eingeliefert werden und bei denen die Indikation Thrombektomie, d. h. Entfernung eines Blutgerinnsels in einem hirnversorgendem Gefäß, gestellt wird, zur Vornahme des Eingriffs über die Grenze in das Klinikum Saarbrücken verlegt werden. Das Klinikum Saarbrücken ist ein ausgewiesenes Neurovaskuläres Zentrum mit besonderer Expertise im Bereich der interventionellen Schlaganfallversorgung. Da bei einem Schlaganfall jede Minute zählt, ermöglicht die räumliche Nähe eine schnellere Behandlung und bietet damit beste Voraussetzungen für die Vermeidung bleibender Schäden. Nach postinterventioneller Stabilisierung werden die betroffenen Patienten zur weiteren Versorgung in das Krankenhaus in Forbach rückverlegt.

Die feierliche Unterzeichnung dieses 4. Zusatzprotokolls zur MOSAR-Vereinbarung fand am 10. Juli 2026 im Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg statt. Nach dem Grußwort des Geschäftsführers und Ärztlichen Direktors Dr. Christian Braun richtete auch der der Präsident des Eurodistrict SaarMoselle Marc Zingraff das Wort an die ca. 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung. Weitere Grußredner waren der saarländische Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung sowie die Generaldirektorin der Agence Régionale de Santé Grand Est, Frau Dr. Christelle-Ratignier-Carbonneil.


