Eine
Zone d'aménagement concerté (ZAC) ist eine städtebauliche Operation, innerhalb der eine öffentliche Gebietskörperschaft oder eine öffentliche Einrichtung entscheidet, in die Erschließung und Ausstattung von Grundstücken einzugreifen, um diese anschließend an öffentliche oder private Nutzer zu veräußern oder zu übertragen.
Sie stellt einen
umfassenden operativen Rahmen der städtebaulichen Entwicklung dar und ermöglicht die Bereitstellung von baureifem Land („prêt à bâtir“) durch Parzellenneuordnung, die Erschließung der Grundstücke sowie die Errichtung der erforderlichen öffentlichen Infrastrukturen.
Die ZAC ermöglicht die Entwicklung eines
kohärenten und gesteuerten städtebaulichen Projekts, das Grundstücksankauf, Erschließung und die Programmierung von Bauvorhaben (Wohnungen, wirtschaftliche Aktivitäten, öffentliche Einrichtungen) miteinander verbindet. Sie kann sich auf einen einzelnen Standort oder mehrere Standorte beziehen.
Die ZAC ist im
Code de l'urbanisme geregelt.
Ihre Umsetzung basiert auf einem klar strukturierten Verfahren, das umfasst:
- eine Einleitungsphase, die durch Beschluss der zuständigen Gebietskörperschaft (oder in bestimmten Fällen durch den Präfekten) genehmigt wird,
- eine Realisierungsphase, in der das Programm der öffentlichen Einrichtungen und der Bauvorhaben festgelegt wird.
Die Einrichtung einer ZAC basiert auf einem Verfahren, das insbesondere folgende Unterlagen umfasst: einen Erläuterungsbericht, einen Lageplan, eine klar abgegrenztes Gebiet, gegebenenfalls eine Auswirkungsstudie sowie finanzielle Angaben. Zudem unterliegt sie einer
Konsultation mit der Öffentlichkeit und den betroffenen Akteuren.
Die ZAC verfolgt insbesondere folgende Ziele:
- die Urbanisierung eines Gebiets zu organisieren und zu steuern
- die Realisierung öffentlicher Infrastrukturen und Bauvorhaben zu koordinieren
- eine starke öffentliche Steuerung der Stadtproduktion zu ermöglichen
- Kohärenz zwischen Stadtentwicklung, Wohnen, Mobilität und wirtschaftlicher Entwicklung sicherzustellen
- integrierte städtebauliche Projekte gegenüber Einzelmaßnahmen zu fördern
Damit stellt sie eine umfangreiche städtebauliche Entwicklungsmaßnahme dar, die sich von einfachen Bauprojekten oder einem klassischen
Baugebiet unterscheidet.
In Deutschland gibt es kein exakt vergleichbares Instrument. Allerdings existieren ähnliche Ansätze im Rahmen der
Bauleitplanung, insbesondere durch
Bebauungspläne und kommunale Entwicklungsmaßnahmen, bei denen die Gemeinde die städtebauliche Planung, die Nutzung des Bodens und die Infrastrukturentwicklung festlegt.
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die ZAC in Frankreich eine
integrierte öffentliche Entwicklungsoperation (Grundstücksmanagement + Erschließung + Infrastruktur) darstellt, während die Entwicklung in Deutschland stärker durch planungsrechtliche Instrumente und vertragliche Kooperationen strukturiert ist, mit einer deutlich klareren Trennung zwischen Planung und Umsetzung.