Ein
Établissement Public de Coopération Intercommunale (EPCI) ist eine Verwaltungsstruktur, die mehrere Gemeinden zusammenschließt, um bestimmte Zuständigkeiten gemeinsam auszuüben und Dienstleistungen oder Projekte auf interkommunaler Ebene zu verwalten.
Die EPCI ermöglichen es den Gemeinden, ihre finanziellen, technischen und administrativen Mittel zu bündeln, um öffentliche Politiken auf einer größeren territorialen Ebene effizienter umzusetzen.
Die an ein EPCI übertragenen Zuständigkeiten können insbesondere folgende Bereiche betreffen:
- Raumordnung und Stadtplanung,
- wirtschaftliche Entwicklung,
- Verkehr und Mobilität,
- Abfallwirtschaft,
- Wasser- und Abwasserversorgung,
- Umweltschutz.
Es existieren mehrere Formen von EPCI mit eigener Finanzhoheit, insbesondere:
- Communauté de communes
- Communauté d'agglomération
- Communauté urbaine
- Métropole
Diese Strukturen verfügen über eine eigene Rechtspersönlichkeit, einen eigenständigen Haushalt sowie ein beschlussfassendes Organ, das sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedsgemeinden zusammensetzt.
Die Organisation und Funktionsweise der EPCI in Frankreich ist im
Code général des collectivités territoriales (CGCT) geregelt.
Ein direktes Pendant zu den EPCI in Deutschland existiert nicht, jedoch vergleichbare Formen der kommunalen Zusammenarbeit, beispielsweise:
- Zweckverbände
- kommunale Kooperationen oder interkommunale Arbeitsgemeinschaften
- Regionale Planungsverbände
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass französische EPCI häufig umfangreichere Kompetenzen und eigene Steuerhoheit besitzen.