04.03.2026
Die deutschen und französischen Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedskommunen des Eurodistrict SaarMoselle zeigen sich angesichts der zuletzt gehäuft aufgetretenen Verspätungen und Zugausfälle auf der Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Frankfurt am Main und Paris über Saarbrücken und Forbach besorgt.
Die grenzüberschreitende Fernverkehrsachse ist von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung, die Arbeitsmarktverflechtung sowie die Fernverkehrsanbindung der deutsch-französischen Grenzregion. Sie verbindet zentrale europäische Metropolräume und stellt für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Pendlerinnen und Pendler eine unverzichtbare Mobilitätsader dar.
Für eine internationale Hochgeschwindigkeitsverbindung von dieser strategischen Bedeutung ist eine solche Entwicklung nicht akzeptabel.
Der Eurodistrict SaarMoselle versteht sich als Stimme der deutsch-französischen Grenzregion. Eine zuverlässige Fernverkehrsanbindung ist Voraussetzung für wirtschaftliche Dynamik, nachhaltige Mobilität und gelebte europäische Integration.
Wir appellieren eindringlich an die Verantwortlichen, die Qualität dieser bedeutenden Verbindung kurzfristig zu stabilisieren und langfristig zu sichern.
Beschlossen durch die Versammlung des Eurodistrict SaarMoselle am 3. März 2026.
Die grenzüberschreitende Fernverkehrsachse ist von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung, die Arbeitsmarktverflechtung sowie die Fernverkehrsanbindung der deutsch-französischen Grenzregion. Sie verbindet zentrale europäische Metropolräume und stellt für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Pendlerinnen und Pendler eine unverzichtbare Mobilitätsader dar.
Aktuelle Entwicklung mit Handlungsbedarf
In den vergangenen Wochen ist die Zuverlässigkeit der Verbindung spürbar zurückgegangen. Nur 38% der ICE auf der Linie Paris-Forbach-Saarbrücken-Frankfurt fahren pünktlich. Die durchschnittlichen Verspätungen lagen bei neun von zehn Zügen bei knapp 15 Minuten. Für eine internationale Hochgeschwindigkeitsverbindung von dieser strategischen Bedeutung ist eine solche Entwicklung nicht akzeptabel.
Klare Erwartungen an die Deutsche Bahn
Die Delegierten des Eurodistrict SaarMoselle richten daher folgende Forderungen an die Deutsche Bahn AG in enger Abstimmung mit der SNCF:
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Verbindliche Zielwerte für Pünktlichkeit und TransparenzEs bedarf klar definierter Qualitätsstandards sowie einer regelmäßigen öffentlichen Berichterstattung zur Betriebsqualität auf dieser internationalen Verbindung.
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Verbesserung der FahrgastinformationBei Verspätungen oder Ausfällen erwarten wir eine zeitnahe, zweisprachige und grenzüberschreitend abgestimmte Information der Reisenden – sowohl digital als auch an den Bahnhöfen.
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Analyse und Behebung struktureller UrsachenBetriebliche Engpässe, infrastrukturelle Einschränkungen oder Abstimmungsprobleme im grenzüberschreitenden Betrieb müssen zügig identifiziert und nachhaltig behoben werden.
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Stärkung der deutsch-französischen FernverkehrsachseDie Verbindung Frankfurt–Paris über Saarbrücken und Forbach muss dauerhaft als leistungsfähige und attraktive Alternative zum Flugverkehr gesichert und weiterentwickelt werden.
Gemeinsame Verantwortung für die Grenzregion
Der Eurodistrict SaarMoselle versteht sich als Stimme der deutsch-französischen Grenzregion. Eine zuverlässige Fernverkehrsanbindung ist Voraussetzung für wirtschaftliche Dynamik, nachhaltige Mobilität und gelebte europäische Integration.
Wir appellieren eindringlich an die Verantwortlichen, die Qualität dieser bedeutenden Verbindung kurzfristig zu stabilisieren und langfristig zu sichern.
Beschlossen durch die Versammlung des Eurodistrict SaarMoselle am 3. März 2026.
