Das Stadtgefüge bezeichnet die Gesamtheit der bebauten Strukturen und städtischen Räume innerhalb einer Stadt oder Gemeinde. Es umfasst Wohngebiete, Gewerbe- und Industrieflächen, öffentliche Plätze, Verkehrsflächen sowie Infrastrukturen. Das Konzept ermöglicht es, die räumliche Organisation, die Dichte und die funktionale Mischung der städtischen Strukturen zu beschreiben.
Die Analyse des Stadtgefüges dient dazu, die Stadtentwicklung und Infrastruktur effizient zu planen. Sie ermöglicht insbesondere die Bewertung der Zugänglichkeit von Dienstleistungen, der Verkehrsführung, der Wohn- und Lebensqualität sowie der Umweltauswirkungen.
Das Stadtgefüge wird in Deutschland über den Flächennutzungsplan berücksichtigt, der die großräumige funktionale Nutzung von städtischen Flächen festlegt (Wohnbau, Gewerbe, Grünflächen, Verkehrsflächen), und über den Bebauungsplan, der die Bebauung einzelner Grundstücke regelt und Dichte, Höhe, Nutzung und Freiflächen festlegt.
Die Analyse des Stadtgefüges ermöglicht eine kohärente Organisation der Stadtentwicklung, der Verdichtung und der Erhaltung der städtischen Struktur.
In Frankreich spricht man beim Stadtgefüge vom tissu urbain welcher in mehreren Planungsinstrumenten berücksichtigt wird:
Das Stadtgefüge ist somit eng mit städtebaulichen Zielen wie Verdichtung, Nachhaltigkeit, Verkehrsanbindung und Erhaltung von Grünflächen verbunden. Die Planungsdokumente müssen die bestehende Struktur berücksichtigen und neue Projekte kohärent in die Stadtentwicklung einbinden.
In Frankreich spricht man beim Stadtgefüge vom tissu urbain.