Consommation d'espace
Der Begriff Consommation d'espace bezeichnet den statistischen und planerischen Indikator zur Messung der Umwandlung von natürlichen, landwirtschaftlichen oder bewaldeten Flächen in künstlich genutzte Flächen, wie etwa Wohngebiete, Verkehrsinfrastrukturen oder Gewerbe- und Industrieflächen.

Im Gegensatz zur Artificialisation des sols, die vor allem die qualitative Veränderung der Bodenfunktionen beschreibt, bezieht sich die Flächeninanspruchnahme in erster Linie auf die quantitative Ausdehnung von Siedlungs- oder Infrastrukturflächen. Sie ermöglicht somit, die Entwicklung der Bodennutzung und die Ausbreitung urbanisierter Gebiete im Zeitverlauf zu messen.

Dieser Indikator wird in der Raumplanung insbesondere verwendet, um:
• die Entwicklung der Siedlungsflächen zu messen
• die Auswirkungen der Urbanisierung auf Landschaften und landwirtschaftliche Flächen zu analysieren
• politische Ziele zur Begrenzung der Zersiedelung und der Flächeninanspruchnahme zu überwachen

In Frankreich stellt die Messung der Flächeninanspruchnahme einen Referenzindikator für die Umsetzung des Ziels der Netto-Null-Flächeninanspruchnahme (Zéro artificialisation nette ZAN) dar.

Sie ermöglicht es, die Entwicklung der Bodennutzung zu bewerten und öffentliche Politiken zur Begrenzung der Ausdehnung urbanisierter Flächen zu verfolgen.
In Deutschland existiert ein vergleichbares Konzept unter den Begriffen Flächeninanspruchnahme oder Flächenverbrauch.

Der rechtliche Rahmen in Frankreich beruht insbesondere auf dem Code de l'urbanisme sowie auf dem Gesetz Nr. 2021-1104 vom 22. August 2021 zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Stärkung der Resilienz gegenüber seinen Auswirkungen, das das Ziel einer Reduzierung der Flächeninanspruchnahme festlegt.

In Deutschland ist die Steuerung der Flächeninanspruchnahme vor allem im Baugesetzbuch (BauGB) sowie in den Politiken der Raumordnung und der nachhaltigen Entwicklung verankert.
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