Wirtschaftsentwicklung
Am Mittwoch, dem 29. April, fand im Parc Explor Wendel eine Veranstaltung zum Thema Wasserstoff statt, die vom Eurodistrict SaarMoselle im Rahmen seines Interreg-Projekts PROMETER in Kooperation mit Kolping Bildung Deutschland und dem Unternehmensnetzwerk „WIN – Dein Wirtschaftsnetzwerk Saar“ organisiert wurde. Sie brachte Fachleute, Akteure und interessierte Laien zu einem Austausch über die Perspektiven und Herausforderungen dieser neuen Technologie für die Region SaarMoselle zusammen.Unter dem Titel „Akkulturation & Wasserstoff: Dialog für eine nachhaltige Zukunft“ wurden mehrere von Interreg geförderte Projekte vorgestellt: Das Projekt Green SKHy konzentriert sich auf den Aufbau von Fachkompetenz durch die Entwicklung praxisnaher Aus- und Weiterbildungen und mobiler Angebote. Wie Clément Maury von der AFPA darlegte, werden in den an diesem transnationalen Projekt beteiligten Ländern berufsorientierende Maßnahmen organisiert, um den künftigen Fachkräftebedarf im Zusammenhang mit Wasserstoff zu decken. Das von Bettina Hübschen, Leiterin der Wasserstoffagentur des Saarlandes, vorgestellte Projekt PACT–H2 zielt darauf ab, ein echtes Wasserstoff-Ökosystem auf Ebene der Großregion aufzubauen. Der Schwerpunkt liegt auf der Koordinierung der Strategien zwischen den Teilregionen, dem Dialog zwischen politischen Entscheidungsträgern und der Entwicklung von Sensibilisierungsmaßnahmen, um die Akzeptanz dieser Technologien zu fördern.In seinen einleitenden Worten erinnerte der Unterpräfekt des Arrondissements Forbach, Boulay Franck Chaulet, daran, dass die Entwicklung der Wasserstoffbranche Teil zahlreicher industrieller und regionaler Projekte ist, die derzeit im deutsch-französischen Raum, vor allem entlang der Achse Saint-Avold/Carling in Richtung Saarland, entstehen. Die historisch von Schwerindustrie und Energieerzeugung geprägte Region treibt diesen industriellen Wandel und die grenzüberschreitende Vernetzung der Akteure Schritt für Schritt voran.„In unserem gemeinsamen Grenzraum ist die Energiewende eine große Herausforderung, die über die Grenzen hinausgeht. Sie erfordert eine stärkere Abstimmung unserer Strategien, eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland sowie die aktive Mitgestaltung durch die Bürgerinnen und Bürger. Initiativen wie diese sind entscheidend, um diese Themen verständlich zu machen und zusammen eine nachhaltige, gemeinsame Energiezukunft zu gestalten“, betont Marc Zingraff, Präsident des Eurodistrict SaarMoselle.Neben den industriellen und technischen Herausforderungen wurde in den Beiträgen auch der wichtige Aspekt der Akkulturation hervorgehoben. Dieser Begriff beschreibt, wie neue Technologien, wie beispielsweise Wasserstoff, nach und nach Eingang in die Vorstellungen, Gewohnheiten und Wahrnehmungen der Gesellschaft finden. In diesem Sinne unterstrich Hartmut Höfner-Kupsch von Kolping Bildung Deutschland die Bedeutung von Information und Aufklärung, um eine größere Akzeptanz von Wasserstoff in der breiten Öffentlichkeit zu erreichen.
Die Veranstaltung ist Teil des Projekts zur Steigerung der Standortattraktivität PROMETER, das im Rahmen des funktionalen Raums SaarMoselle durch das Programm Interreg Großregion kofinanziert wird.





Die Veranstaltung ist Teil des Projekts zur Steigerung der Standortattraktivität PROMETER, das im Rahmen des funktionalen Raums SaarMoselle durch das Programm Interreg Großregion kofinanziert wird.
