
Funktionaler Raum

Gesundheit

Das Projekt MOSAICS, das den grenzüberschreitenden Zugang zu Gesundheitsleistungen im Eurodistrict SaarMoselle erleichtern soll, wurde offiziell bewilligt. Der im April beim funktionalen Raum gestellte Förderantrag wurde im Juli vom Auswahlkomitee positiv beschieden und befindet sich jetzt in der letzten Phase, der Vertragsschließung, so dass in Kürze die ersten EFRE-Mittel beim Programm Interreg Großregion abgerufen werden können.
Schnell über die Grenze fahren und Croissants fürs Frühstück besorgen oder in einem französischen Supermarkt einkaufen, ist für viele Saarländerinnen und Saarländer Alltag. Im Gegenzug kann man samstags in der Saarbrücker Fußgängerzone viele französische Nachbarn beim Einkaufsbummel antreffen. So nutzen alle die Vorteile, die unsere Grenzregion zu bieten hat.
Wäre es da nicht naheliegend, wenn man auch Krankenhausleistungen jenseits der Grenze in Anspruch nehmen könnte? Derzeit ist es keineswegs einfach, sich im Nachbarland behandeln zu lassen – administrative Hindernisse und unterschiedliche Abrechnungssysteme erschweren den grenzüberschreitenden Zugang zu Gesundheitsleistungen, sofern es sich nicht um einen akuten Notfall handelt.
Seit Jahren setzt sich der Eurodistrict SaarMoselle für die Verbesserung der Gesundheitskooperation zwischen der deutschen und der französischen Seite unseres Grenzgebiets ein – und dies mit Erfolg: Die Vereinbarung MOSAR und ihre Zusatzprotokolle ermöglichen die schnelle, koordinierte grenzüberschreitende Behandlung von Patienten in bestimmten, klar definierten Fachgebieten wie der Herzchirurgie, der Neurochirurgie und der Nuklearmedizin. Ein weiteres Protokoll zur Behandlung von Schlaganfallpatienten steht kurz vor dem Abschluss.

Der PET-Scanner im Krankenhaus in Sarreguemines steht dank der MOSAR-Vereinbarung bereits auch für Patient*innen aus dem Saarland zur Verfügung (Foto: Stefan Hett, Regionalverband Saarbrücken)
Das Projekt MOSAICS will diese Kooperationen ausweiten und damit einen großen Schritt vorankommen. Sein erklärtes Ziel ist es, Instrumente zur Vereinfachung der Gesundheitskooperation im Raum SaarMoselle zu entwickeln. Das Projekt mit einer Laufzeit von 3 Jahren, vom 1. Januar 2025 (rückwirkend genehmigt) bis 31. Dezember 2027, und einem Gesamtbudget von ca. 1,6 Mio. €, will technische und unterstützende Lösungen entwickeln, die den grenzüberschreitenden Zugang zu Gesundheitsleistungen im Eurodistrict SaarMoselle erleichtern.
Es besteht aus vier so genannten Arbeitspaketen: Zunächst werden die Prozesse der Patientenaufnahme und Abrechnung im Rahmen der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung analysiert und definiert. In einem zweiten Schritt werden für diese Prozesse geeignete Softwarelösungen entwickelt. Arbeitspaket 3 befasst sich mit unterstützenden Strukturen und Instrumenten, wie der Einführung einer grenzüberschreitenden Facharztweiterbildung und einer kartographischen Darstellung der entwickelten Instrumente und Kooperationen. Im letzten Schritt erfolgt dann die Installation und das Go-live der Software.
Der Eurodistrict SaarMoselle ist finanzieller Partner dieses ehrgeizigen Projekts, das in der Federführung des saarländischen Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit liegt. Die medizinische Praxis ist mit drei weiteren finanziellen Projektpartnern eingebunden: dem Centre Hospitalier de Sarreguemines, dem Klinikum Saarbrücken und den SHG-Kliniken Völklingen. Als unverzichtbare Partner für die Ausgestaltung der Abrechnungsverfahren sind auch die französischen und deutschen Krankenkassen am Projekt beteiligt.
Das Projekt wird vom funktionalen Raum Eurodistrict SaarMoselle zu 80 % kofinanziert, das entspricht knapp 1,3 Mio. € an EFRE-Mitteln. Damit wurden in der laufenden Förderperiode 2023-2028 bereits 5 Projekte bewilligt, die den grenzüberschreitenden Zusammenhalt unserer Region stärken und für eine bessere Abstimmung und Kooperation sorgen sollen. Weitere Projekte sind derzeit in Vorbereitung...
Wäre es da nicht naheliegend, wenn man auch Krankenhausleistungen jenseits der Grenze in Anspruch nehmen könnte? Derzeit ist es keineswegs einfach, sich im Nachbarland behandeln zu lassen – administrative Hindernisse und unterschiedliche Abrechnungssysteme erschweren den grenzüberschreitenden Zugang zu Gesundheitsleistungen, sofern es sich nicht um einen akuten Notfall handelt.
Seit Jahren setzt sich der Eurodistrict SaarMoselle für die Verbesserung der Gesundheitskooperation zwischen der deutschen und der französischen Seite unseres Grenzgebiets ein – und dies mit Erfolg: Die Vereinbarung MOSAR und ihre Zusatzprotokolle ermöglichen die schnelle, koordinierte grenzüberschreitende Behandlung von Patienten in bestimmten, klar definierten Fachgebieten wie der Herzchirurgie, der Neurochirurgie und der Nuklearmedizin. Ein weiteres Protokoll zur Behandlung von Schlaganfallpatienten steht kurz vor dem Abschluss.

Der PET-Scanner im Krankenhaus in Sarreguemines steht dank der MOSAR-Vereinbarung bereits auch für Patient*innen aus dem Saarland zur Verfügung (Foto: Stefan Hett, Regionalverband Saarbrücken)
Das Projekt MOSAICS will diese Kooperationen ausweiten und damit einen großen Schritt vorankommen. Sein erklärtes Ziel ist es, Instrumente zur Vereinfachung der Gesundheitskooperation im Raum SaarMoselle zu entwickeln. Das Projekt mit einer Laufzeit von 3 Jahren, vom 1. Januar 2025 (rückwirkend genehmigt) bis 31. Dezember 2027, und einem Gesamtbudget von ca. 1,6 Mio. €, will technische und unterstützende Lösungen entwickeln, die den grenzüberschreitenden Zugang zu Gesundheitsleistungen im Eurodistrict SaarMoselle erleichtern.
Es besteht aus vier so genannten Arbeitspaketen: Zunächst werden die Prozesse der Patientenaufnahme und Abrechnung im Rahmen der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung analysiert und definiert. In einem zweiten Schritt werden für diese Prozesse geeignete Softwarelösungen entwickelt. Arbeitspaket 3 befasst sich mit unterstützenden Strukturen und Instrumenten, wie der Einführung einer grenzüberschreitenden Facharztweiterbildung und einer kartographischen Darstellung der entwickelten Instrumente und Kooperationen. Im letzten Schritt erfolgt dann die Installation und das Go-live der Software.
Der Eurodistrict SaarMoselle ist finanzieller Partner dieses ehrgeizigen Projekts, das in der Federführung des saarländischen Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit liegt. Die medizinische Praxis ist mit drei weiteren finanziellen Projektpartnern eingebunden: dem Centre Hospitalier de Sarreguemines, dem Klinikum Saarbrücken und den SHG-Kliniken Völklingen. Als unverzichtbare Partner für die Ausgestaltung der Abrechnungsverfahren sind auch die französischen und deutschen Krankenkassen am Projekt beteiligt.
Das Projekt wird vom funktionalen Raum Eurodistrict SaarMoselle zu 80 % kofinanziert, das entspricht knapp 1,3 Mio. € an EFRE-Mitteln. Damit wurden in der laufenden Förderperiode 2023-2028 bereits 5 Projekte bewilligt, die den grenzüberschreitenden Zusammenhalt unserer Region stärken und für eine bessere Abstimmung und Kooperation sorgen sollen. Weitere Projekte sind derzeit in Vorbereitung...
