Energieregion Warndt-Rosseltal

 

I. Das Partnerkonsortium


Projektträger: IZES gGmbH Institut für ZukunftsEnergieSysteme (angewandte Forschung und Entwicklung in den Arbeitsfeldern Energiewirtschaft, Zukunftsmärkte, Energiesystemtechnik und Stoffstrommanagement/ Biomassenutzung).

 

 

Partner des Projektes:

- SYDEME Syndicat mixte de transport et de traitement des déchets ménagers de Moselle-Est (Zweckverband für den Transport und zur Verwertung von Abfällen in der Moselle-Est),

 

- Gemeinde Großrosseln,

- Stadt Völklingen,

- LCME Laboratoire de chimie et méthodologie à l'environnement, IUT de Moselle Est,

- PLASTINNOV Plate-Forme Technologique Simuplast, IUT de Moselle Est.

 

 

 

 

Zusätzliche potenzielle Partner:

 

- ECOTRI Moselle-Est,

- MGG Saarprojekt - Montan-Grundstücksgesellschaft mbH,

- EVS - Entsorgungsverband Saar,

- Stadtwerke Saarbrücken,

- Stadtwerke Völklingen,

- VSE AG - Vereinigte SaarElekrizitätsAG,

- STEAG Saarenergie,

- Centre de pyrolyse de Marienau,

- Lycée Agricole de Courcelles-Chaussy,

- Viessmann Faulquemont,

- ALPHEA Hydrogène.

 

 

 

 

II. Projektbeschreibung

Derzeit werden im grenzüberschreitenden Raum Forbach - Großer Warndt - insbesondere im Bereich der Biomasse - verschiedene Projekte zur nachhaltigen Nutzung von erneuerbaren Energien entwickelt.

 

 

 

In diesem Zusammenhang befinden sich derzeit insbesondere folgende Ansätze in der Diskussion bzw. Umsetzung:

- Konzeption eines Biomasse-Zentrums an der Tagesanlage Warndt mit den Elementen: Holz-Plattform, KWK-Anlage (ORC) zur Nutzung von Wald­hölzern, regenerativ wärmeversorgtes Pelletwerk,

- Biogasanlage zur Verarbeitung von vergärbaren Grünschnittkomponenten und NawaRo's im erweiterten Einzugsbereich des Stadtverbandes Saar­brücken,

- Produktion von KUP-Hölzern auf landwirtschaftlichen Nutzflächen und Bergbaufolgelandschaften (großer Warndt / Stadtverband Saarbrücken),

- Anbau und Nutzung von Miscanthus im Bereich der Stadt Forbach,

- Realisierung einer Biogasanlage zur Verwertung von Bioabfällen im Zu­sammenhang mit einer Strom-/Wärme- und Treibstoffproduktion im Bereich der Stadt Forbach (Nutzung von Biogas z.B. als Treibstoff für Kommunalfahrzeuge),

- Biogasanlage zur Verarbeitung von Bioabfällen mit einer innovativen Wärmenutzung (aqua farming) bzw. Gaseinspeisung im erweiterten Ein­zugsbereich des Stadtverbandes Saarbrücken,

- Integrierte Gesamtstrategie zur Treibstoffproduktion unter Berücksichtig­ung innovativer Elemente (z.B. Bereitstellung von Wasserstoff/Alphea; Kooperationsansatz im Rahmen der „Metropole-Strategien"),

- Umsetzung von Pyrolyse- und Vergasungstechniken zur Biomasse-Nutz­ung (z.B. Pyrolysezentrum Forbach).

 

 

Diese Projektsansätze bieten eine hervorragende Möglichkeit zur Etablierung einer grenzüberschreitenden Energieregion mit dem vorläufigen Schwerpunkt Biomasse. Diesbezüglich sollen im Rahmen des beantragten Projektes folgende Arbeitspakete bearbeitet werden.

 

MAßNAHME 1 : SCHAFFUNG EINES LEITBILDES FÜR DIE REGION UND VERNETZUNG DER PROJEKTEN UND KOMPETENZEN IM BIOMASSE-BEREICH

 

 

AP1: Entwicklung eines gemeinsamen grenzüberschreitenden Leitbildes für die Energieregion zur weitreichenden Förderung des Klimaschutzes auf der Basis einer zielgerichteten Daten- und Informationsgrundlage.

 

 

AP2: Entwicklung einer grenzüberschreitenden Strategie zum optimierten Stoffstrom- und Ressourcenmanagement mit dem Ziel einer optimalen Ressourceneffizienz.

 

 

AP3: Unterstützung der praktischen Umsetzung und Vernetzung von Biomasse­projekten und sonstigen EE-Projekten.

 

 

AP4: Schaffung einer grenzüberschreitenden Kompetenz im Bereich nachhaltiger, regionaler Energieversorgungsstrukturen:

 

1. Aufbau einer regionalen Kompetenz zur Produktion nachwachsender Rohstoffe als ergänzender Input für den Biomasse-Anlagenverbund

2. Aufbau einer Netzwerksstruktur für Forschung und Bildung

3. Durchführung grenzüberschreitender Fachkongresse und Schulungsmaßnahmen

4. Fortführung und Ausbau des bestehenden RUBIN Internetportals:

- Anlegen eines spezifischen Menupunkts „Fokus Energieregion Warndt",

- Kommunizierung der laufenden Projektansätze,

- Einrichtung und Pflege einer Akteurs- und Ansprechpartnerdatenbank,

- Verbreitung des Leitbildes.

 

AP 5: Wissenschaftliche Begleitung der Entwicklung der Energieregion:

 

1. Monitoring des Gesamtprozesses unter Berücksichtigung energiewirtschaftlicher Fragestellungen,

2. Monitoring des Gesamtprozesses unter Berücksichtigung ökobilanzieller Frage­stellungen (Schwerpunkt Klimaschutz).

Bewertung der sozialen und volkswirtschaftlichen Auswirkungen des regionalen Leitbildes auf die Bevölkerung der Energieregion (Einbindung externe Berater).

 

MAßNAHME 2: UMSETZUNG VON ZWEI KOMPLEMENTÄREN PROJEKTEN

 

AP6: Konzeptionelle Entwicklung, Initiierung und Umsetzung von zwei Modell­projekten in grenzüberschreitender Zusammenarbeit:

 

  1. - Bau einer Energiefarm (Forbach),
  2. - Errichtung eines Zentrums für Erneuerbare Energien im Rahmen der Rehabilitierung der ehemaligen Tagesanlage Warndt.

MAßNAHME 3: UNTERSUCHUNG DER MISCANTHUSERZEUGUNG ZUR VERWERTUNG ALS ENERGIEPFLANZE

 

 

AP7: Untersuchung des Miscanthusanbaus, dessen Pelletierungsmöglichkeiten sowie Verbrennungseigenschaften.

Basierend auf der Energiefarm soll die Erzeugung von Miscanthus (MXG) in der Moselle und im Saarland untersucht und entwickelt werden.

 

 

 

III. Ziele des Projektes und Nutzen für die Metropolregion

In der Energiepolitik hat sich die Europäische Union ambitionierte Ziele gesetzt: Der Primärenergieverbrauch Europa soll 2010 zu 12% mittels erneuerbare Energiequellen gedeckt werden (Stand 2005: 6%). Auch die Großregion bzw. die Metropolregion Saarbrücken - Moselle Est hat in diesem Bereich Ihren Beitrag zu leisten.

 

Es ist daher notwendig, für Energieeinsparung und Energieeffizienz sowie für neue Energieträger zu werben und Strukturen zu ihrer Produktion und Verwendung in Ergänzung mit den jetzigen Anwendungen zu schaffen. Auch erlaubt die grenzüberschreitende Kooperation, das beiderseits der Grenze vorhandene Know-how unter besonderer Betrachtung der jeweiligen Komplementaritäten noch besser zu nutzen.

 

Mit dem hier beantragten Projekt machen sich die Partner der Metropolregion zur Aufgabe, die eben erwähnten Themen innerhalb einer grenzüberschreitenden Energieregion Warndt-Rosseltal mit ausgeprägtem Modellcharakter zu behandeln. Gemeinsam werden die durch die EU festgelegten Zielsetzungen im Bereich der erneuerbaren Energieerzeugung verfolgt sowie Strategien zur Bekämpfung regionsspezifischer Defizite entwickelt (bspw. Konversion alter Industriestandorte und Bergbaufolgelandschaften).

 

Durch das Projekt werden ebenfalls zahlreiche Akteure sämtlicher Wirtschaftsbereiche der Metropolregion (Banken, Installateure, Ingenieurbüros, Landwirte, etc) sowie Akteure des Bildungsbereichs eingebunden und informiert. Durch eine solch intensive Kooperation über das Partnerkonsortium hinaus findet ein Identifikationsprozess innerhalb der Energieregion statt, der in erheblichem Maße zur Stärkung der regionalen bzw. überregionalen Identität beiträgt.

 

Des Weiteren sollen Maßnahmen zur Energieerzeugung aus Bioenergie und anderen erneuerbaren Energieträgern (bspw. Solarenergie) sowie Aktionen zur Energieeffizienz initiiert und begleitet werden, die einen regionalen Mehrwert generieren und somit die lokale Wirtschaft positiv beeinflussen. Somit trägt der mit diesem Projekt intendierte Erfahrungs- und Informationsaustausch zur Bildung eines innerregionalen Kreislaufs von Geldflüssen bei.

 


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