Die Vorgehensweise
Die französische Regierung hat 2003 zur Zusammenarbeit in Metropolen aufgerufen, um die Ausstrahlung der großen französischen und grenzüberschreitenden Agglomerationen zu verbessern. Der Verein Zukunft SaarMoselle Avenir hat mit der Unterstützung der Communauté d'Agglomération Sarreguemines Confluences Ende 2004 einen Antrag für den Raum Saarbrücken-Moselle Est gestellt.
Die Projektpartner sind:
- der Verein Zukunft SaarMoselle Avenir,
- die Communauté de Communes du Pays de l'Albe et des Lacs,
- die Communauté d'Agglomération Sarreguemines Confluences,
- die Communauté d'Agglomération Forbach Porte de France,
- die Communauté de Communes de Freyming Merlebach,
- die Communauté de Communes du Pays Naborien,
- die Communauté de Communes du Warndt,
- die Communauté de Communes du District Urbain de Faulquemont,
- der Regionalverband Saarbrücken,
- die Landeshauptstadt Saarbrücken.
Ende 2005 hat die DIACT (französische Raumplanungsbehörde) unsere Agglomeration als eine von 15 Metropolregionen anerkannt.
Das Metropolprojekt, durch das eine verstärkte Zusammenarbeit beiderseits der Grenze geschafft werden soll, ist Anfang 2006 in seine aktive Phase eingetreten. Mehr als 200 Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft haben am 6. März 2006 an einem Kongress teilgenommen, während dem Herr Burkert und Herr Lett die Entstehung, die Schwerpunkte und die Zielsetzungen des Projektes vorgestellt haben.
Der Lenkungsauschuss bestimmt die Leitlinien und beaufsichtigt das Vorankommen der Projektarbeit. Das Team zur Projektdurchführung beschäftigt sich mit dem Gewährleisten eines geordneten Ablaufs des Projektes und der Umsetzung der Maßnahmen. Die Fachliche Arbeitsgruppe ist verantwortlich für die Begleitung der Ausarbeitung des Projektes, die Vorbereitung der Sitzungen des Lenkungsauschusses und der Projekterstellung sowie für die Koordination und die Information der verschiedenen Partner, was den Entwicklungsstand des Projektes betrifft. Sechs Arbeitsgruppen wurden in folgenden Bereiche aufgestellt : Verkehr, Hochschulbildung, Tourismus und Kultur, Gesundheit, Forschung und Entwicklung, Imageförderung. Die Ergebnisse wurden im Dokument « Beitrag zum Projektvertrag Staat-Region 2007-2013 » zusammengestellt. Die Themen der Vorstudien in den Bereichen Imageförderung und Verkehr wurden im September 2006 vom Vorstand des Vereins Zukunft SaarMoselle Avenir zugestimmt.
Die Prioritäten für die drei nächsten Jahre wurden im Februar 2007 vom Lenkungsausschuss festgelegt: in den nächsten Monaten wird hauptsächlich für September 2007 ein ausführliches Dokument verfasst, in dem die Maßnahmen genau beschrieben sind. Es muss ebenso einen Terminkalender für die Umsetzung der Projekte oder die Vorgehensweisen beinhalten, einen Finanzplan sowie die Benennung der Projektträger. Jeder Gemeindeverband soll ein Interesse dafür finden und sich in einem oder mehrere Projekte wiederfinden. Die Ergebnisse des Metropolprojektes sowie die Ausarbeitung eines Leitbildes im Rahmen des Eurodistrikts sollten im Herbst während einem Kongress der Öffentlichkeit dargestellt werden.
So wurden in 2006 bedeutende Schritte zur Formalisierung der Zielsetzungen, Maßnahmen und Projekte geleistet, die für den Metropolcharakter des Raums Saarbrücken-Moselle Est eine Rolle spielen. Die Ergebnisse wurden in einem Dokument mit dem Titel „Beitrag zum Projektvertrag Staat-Region 2007-2013 zusammengestellt. Mehrere Projekte werden zurzeit bearbeitet:
Beitrag zum Projektvertrag Staat-Region 2007-2013 downloaden
Image der Metropole: eine deutsch-französische Agentur-Partnerschaft ist beauftragt worden, das Image unserer Metropole zu definieren (eines oder mehrere Leitthemen), eine Strategie zu erarbeiten und den Bedarf für die Umsetzung der Kommunikations- und Marketingstrategie zu schätzen.
Verkehr: die Vorstudie zu den öffentlichen Verkehtsmitteln soll sich in folgende 4 Teile gliedern: Einrichtung eines Kooperationsorgans, grenzüberschreitende Verkehrsströme, Entwicklung eines Stadtbahnnetzes und Schaffung spezifischer Dienstleistungen.
Innovation und Forschung: Einrichtung einer Plattform für Entwicklung und spezifische Anwendungen im Bereich erneuerbarer Energien und energetische Verwertung von Biomasse.
Gesundheit : Entwicklung einer gemeinsamen medizinischen Notfallversorgung.
Hochschulbildung und Zweisprachigkeit:
- Einrichtung integrierter Studiengänge für Ausbildungen wie BTS, IUT, Fachhochschule, Berufsakademie,
- Eröffnung eines deutsch-französischen rechtswissenschaftlichen Studienganges auf Ebene der Licence und Einrichtung eines Dienstleistungsfachbereichs „Verwaltungstechnische und kaufmännische Geschäftsführung",
- Verstärkung der deutsch-französischen Zusammenarbeit zwischen dem IUT de Moselle Est und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW).
Tourismus: Schaffung einer Route der Industriekultur (Vergangenheit und Gegenwart) und gemeinsame Tourismusförderung der Museen verbunden mit der Entwicklung eines gemeinsamen Radwegeplan und der Erarbeitung eines Freizeitführers.
Die Arbeitsweise
Die Zusammenarbeit in der Metropole beruht derzeit auf zwei Arten von Organen: Entscheidungsgremien und Arbeitsorganen.
- Entscheidungsgremien: der Lenkungsausschuss (in dem der Staat, der Regionalrat Lothringen, der Generalrat der Moselle, das Saarland, die lokalen Projektpartner sowie der Verein Zukunft SaarMoselle Avenir vertreten sind) bestimmt die Leitlinien des Metropolprojektes und beaufsichtigt das Vorankommen der Projektarbeit.
- Arbeitsorgane: die Fachliche Arbeitsgruppe, welche die Ausarbeitung des Projektes begleitet bereitet die verschiedenen Sitzungen des Lenkungsausschusses und die Projekterstellung vor.
- Expertengruppen: die Erarbeitung des Metropolprojektes erfolgt in Kooperation mit sechs Arbeitsgruppen, die zu den Entwicklungsachsen des Metropolprojektes eingerichtet worden sind und sich aus Experten sowie Akteuren aus dem institutionellen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich zusammensetzen.




